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Frauen lassen’s auf zehnter Weiberfastnacht in Markranstädt krachen

Markranstädt (Kendra Reinhardt). Geballte Frauenpower hat auf der Weiberfastnacht in Markranstädt am Donnerstagabend die Halle zum Toben gebracht. Bunt geschminkt, teils witzig, teils scharf kostümiert, stand die von nah und fern angereiste Damenwelt Schlange in der Stadthalle, um zunächst ganz unter sich, ausgelassen dem Karneval zu frönen.

„Draußen wartet meine Mannschaft, wollen wir sie reinlassen?“, fragte Ines Unverricht, Vorsitzende des Weiberrates, der das Zepter an diesem Abend fest in der Hand hatte, die versammelte Frauenschar. Und die zögerte nicht lange. Nicht nur 50 Jahre Markranstädter Carnevals Club (MCC) konnten an dem Abend gefeiert werden, stolze zehn Mal haben die Frauen aus Markranstädt und Umgebung ihre Weiberfastnacht auf und über die Bühne gebracht. Zu verdanken war dieser Geburtstag auch Birgit Altmann, einer der Gründerinnen der Weiberfastnacht.

Getreu dem Motto des Prinzessinnenpaars Britta der Ersten und Andrea der Ersten: „Wir starten durch, wir lassen‘s krachen“ gab es für das Publikum ein Programm, das wenig Wünsche offen ließ. Natürlich können Frauen auch unter sich Spaß haben – war sich die versammelte Weiblichkeit einig. Noch lustiger aber wird es, wenn sich die Herren der Schöpfung zum Gespött machen. Zwar blieb der Strip von Zeremonienmeister Thomas Koch nur angedeutet, dafür erheiterte er die versammelte Damenwelt mit Witzen. Zudem warf sich kurz darauf das Günthersdorfer Männerballett in Pose und verzückte mit gekonntem Hüftschwung beim „Tanz der Geschlechter“. Diese erhielten begeisterten Applaus und durften sich nicht ohne Zugabe verabschieden. Stimmungsmacher Ines alias Herbert hob die Stimmung im Saal, was schon bald zur ersten Polonaise führte.

Dass Märchen heute nicht verstaubt klingen müssen, stellten die Junioren des MCC eindrucksvoll unter Beweis. Eingeführt von „Otto“, der über „Hänsel und Gretel“ witzelte, setzten die Tänzer mal rockig, mal trashig die Geschichte variantenreich in Szene und glänzten in aparten Kostümen. Dass frau ruhig auch mal eine Kröte küssen kann, zeigte der bejubelte Showtanz der Jugendgarde mit dem „Froschkönig“. In der noch langen Nacht ertönte so manches „Lallendorf oho, MCC oho, Weiberfastnacht oho.“ Wer neugierig auf ein weiteres Programm des Vereins ist, erhält mit Glück noch Karten für die Aufführung am Samstagabend ab 19.11 Uhr.

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